Archiv der Kategorie: Wohnsituation

Drittes Politikgespräch

Wie die beiden Gespräche in 2017, brachte auch das letzte Gespräch am 25. Juni 2018 mit wichtigen Entscheidern der Kölner Verwaltung einen Fortschritt an Erkenntnissen, wie wesentliche Aspekte im Kölner Norden und speziell auch in Worringen einzuordnen sind. Wichtiges Thema war die Flüchtlingsproblematik.

Aus unserem NETZwerk wurden viele Fragen vorgetragen, aber leider wenig Antworten gegeben. Darüber hinaus haben sich die Planungen für das Flüchtlingsheim in Roggendorf/Thenhoven aus vielerlei Gründen derart verzögert, dass ein Umzug aus dem maroden Wohnheim Hackhauser Weg in Worringen voraussichtlich nicht vor Mitte 2019 realisiert werden kann. Dabei hatte man den Umzug in das neue Wohnheim in Roggendorf/Thenhoven noch vor wenigen Wochen zum Jahresende 2018 in Aussicht gestellt. Auf die mit der erneuten Verzögerung einhergehenden Probleme – weitere, notwendige Maßnahmen zur Erhaltung der Funktion der technischen Einrichtungen wie Gemeinschaftsküchen und Gemeinschafts-Waschküchen, Beobachtung und umgehende Beseitigung von Schimmelproblemen in den Wintermonaten, die Problematik bei den gemeinschaftlich zu nutzenden sanitären Einrichtungen – wurde eindringlich hingewiesen. Wie man damit umgehen wird, muss sich erweisen. In jedem Fall werden diese Probleme und vor allem die damit einhergehenden gesundheitlichen Belastungen für die Bewohner auch von den Ehrenamtlern kritisch im Auge behalten.

Drittes Politikgespräch am 25.06.18

Drittes Politikgespräch am 25.06.18

Zum geplanten Wohnheim in Roggendorf/Thenhoven gab es die eindrückliche Bitte, bereits bei den Planungen geeignete Einrichtungen für die Freizeitgestaltung der Bewohner vorzusehen und zu schaffen. Dazu wären ausgediente Wohncontainer geeignet, die von den Flüchtlingen gemeinsam mit den Ehrenamtlern in Freizeit-Räume umgestalten werden können – z.B. als Werkstatt, als Raum für Deutschunterricht, Treffpunkt für Frauen etc. Die Ehrenamtskoordination soll gerade im Hinblick auf die besondere Situation in Roggendorf/Thenhoven mit seinen sozialen Brennpunkten ausgebaut werden. Dazu wird auch ein Engagement seitens der hauptamtlichen Sozialarbeiter*Innen, die in verschiedenen Disziplinen in diesem Umfeld agieren, gewünscht und vorgeschlagen. Bezogen auf die inzwischen erneut entstandenen Planungsänderungen für das Wohnheim in Roggendorf/Thenhoven hat man erkannt, dass eine deutliche Verbesserung der informellen Beteiligung der Bürger notwendig ist und diese auch zugesagt.

Auf die Notwendigkeit zur Integration der in Worringen inzwischen in Mietwohnungen lebenden Flüchtlinge und den Bedarf nach einem entsprechenden Integrations-Konzept wurde ebenfalls eindrücklich hingewiesen. Möglicherweise folgt man der Anregung, diese Aufgabe an das von der Oberbürgermeisterin angekündigte neue Amt für Integration zu übertragen.

Fazit: Die Problemkreise aus dem Kölner Norden konnten erneut direkt und unmittelbar an die verantwortlichen Funktionsträger der Kölner Verwaltungsspitze herangetragen werden. Man gewann den Eindruck, dass dies dazu beiträgt, den Kölner Norden etwas mehr in den Fokus der Stadtpolitik einzubeziehen. Die zugesagte Einbeziehung der Informationen und Vorschläge in städtische Entscheidungsfindungen lässt hoffen, dass sich bald Positives ergeben wird. Die Bürgervereine von Roggendorf/Thenhoven und Worringen werden das im Blick behalten.

Hans-Bernd Nolden