Fronleichnam im Wohnheim

Fronleichnam 2017: Eine Demonstration der Gemeinschaft in und um Worringen – auch im Flüchtlingsheim

Fronleichnam im Wohnheim

Erstmals machte die Fronleichnamsprozession eine Station im Wohnheim der seit zwei Jahren dort lebenden Neuen Nachbarn: Geflüchtete aus vielen Ländern der Erde. Die hier lebenden Menschen sind in besonderer Weise auf unsere Gesellschaft angewiesen, vertreten durch die Gemeinschaft der Worringer.

Dass sich die in der Mehrzahl muslimischen Bewohner um den mit Blumen und einer wertvollen Marien-Ikone geschmückten Altartisch versammelt hatten, war beim ur-katholischen Fronleichnamsfest eine weitere Besonderheit. Dazu wurde die Ansprache von Pastor Wolff durch Sharif Abu Jabir ins Arabische übersetzt und vorgetragen.

Fronleichnam im Wohnheim

Auch wenn nicht alle Flüchtlinge arabisch oder deutsch verstehen: Das war ein bewegender Moment der gegenseitigen Verständigung mit den hier lebenden Menschen. Bewegend waren auch der Respekt und die ernsthafte Aufmerksamkeit, mit der man den ungewohnten Ritualen folgte. Dass auch hierbei einige Kinder mitmachten und Fürbitten in Deutsch vortrugen, ist das Verdienst von „uns Uschi“, die auch bei der Organisation mitmachte.

Wer möchte diese Bilder nicht speichern und erinnern, wenn andernorts im Namen ideologisch verbogener Religionen Kriege geführt und Greueltaten verübt werden, die u.a. dazu führen, dass Menschen wie viele unserer Neuen Nachbarn die Flucht ergreifen?

Text & Fotos: Hans-Bernd Nolden – Team Freizeit, Literatur, gelebte Bräuche